Wasserbau & Infrastruktur

Hydraulische Ingenieurlösungen für Deutschlands Wasserinfrastruktur

Planung, Modernisierung und Betrieb von Wehren, Sperrwerken und Grundwasseranlagen nach WHG und technischen Regelwerken.

Seit über 25 Jahren realisieren wir komplexe Wasserbauprojekte – von der Elbe bis zum Rhein. Unsere Leistungen umfassen die komplette Projektentwicklung: hydraulische Modellierung, Tragwerksplanung, Genehmigungsverfahren nach Wasserhaushaltsgesetz und bauausführende Überwachung. Jede Anlage wird auf ihre spezifischen hydrologischen und ökologischen Randbedingungen ausgelegt.

Wehranlage an der Elbe mit strömendem Wasser und Stahlkonstruktion
25+Jahre Erfahrung
120+realisierte Projekte
100%WHG-konform

Technische Referenzen aus der Wasserbau-Praxis

Projektübersicht: Hydraulische Infrastruktur

Elbewehr Modernisierung
Elbe, Sachsen-Anhalt

Elbewehr Modernisierung

Ersatz von Stahlschützen aus den 1960er Jahren durch automatisierte hydraulische Systeme mit integrierter Fischaufstiegshilfe – WHG-konform, wartungsreduziert.

Grundwasseranreicherung Oberrhein
Oberrhein, Baden-Württemberg

Grundwasseranreicherungsbecken

12 Hektar Infiltrationsfläche mit Echtzeit-Monitoring der Wasserqualität. Sichert jährlich 8 Mio. m³ für Kommunen und Landwirtschaft gemäß WHG.

Weser Sperrwerk Bremen
Weserästuar, Bremen

Sturmflutsperrwerk Weser

Bewegliches Sperrwerk für 200-jährliches Ereignis – Hubtor mit schifffahrtsfreundlicher Durchfahrt und fischökologisch optimierter Steuerung.

Hochwasserrückhaltebecken
Mittlere Isar, Bayern

Hochwasserrückhaltebecken

Bemessung und Bauüberwachung eines 15-Mio.-m³-Rückhalteraums mit gesteuerten Grundablässen und ökologischem Mindestabfluss.

Kanalsanierung Ruhr
Ruhrgebiet, NRW

Kanalsanierung Ruhr

Instandsetzung von 4,2 km Betonkanal mit hydraulischer Neuprofilierung und Dichtungssystemen – Einhaltung der WHG-Anforderungen an den Grundwasserschutz.

Pumpwerk Main
Main, Bayern

Pumpwerk Main

Neubau eines Schöpfwerks mit frequenzgeregelten Tauchmotorpumpen und Notstromversorgung – Auslegung auf HQ100 und WHG-konforme Betriebsführung.

Warum Ingenieure auf unsere Hydrauliklösungen setzen

Planungssicherheit, WHG-Konformität und messbare Betriebsvorteile bei Großprojekten der Wasserwirtschaft

Nachweisbare WHG-Konformität ab der ersten Skizze

Jede Anlage wird nach den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes ausgelegt – von der GW-Bewirtschaftung bis zur Hochwasserentlastung. Wir dokumentieren die Einhaltung der §§ 5, 9 und 33 WHG bereits in der Planungsphase, sodass Genehmigungsverfahren bei der Unteren Wasserbehörde beschleunigt ablaufen. Referenz: Elbe-Wehr-Modernisierung (Genehmigung nach 14 Monaten statt üblichen 26).

Betriebskosten senken durch modulare Steuerungstechnik

Statt starrer Einzellösungen setzen wir auf skalierbare Hydraulik- und Steuerungsmodule, die sich an wechselnde Lastfälle anpassen. Beim Weser-Sperrwerk konnten wir den Energieverbrauch der Pumpen um 31 % reduzieren – bei gleichbleibender Schließzeit unter 12 Minuten. Die Anlagensteuerung kommuniziert direkt mit den Leitständen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Langzeitstabilität durch eigene Werkstoffprüfung

Wir betreiben ein akkreditiertes Prüflabor für Korrosions- und Ermüdungsanalysen an Stahlwasserbauten. Für das Grundwasseranreicherungsbecken am Oberrhein wurde ein spezieller Duplex-Stahl entwickelt, der die Standzeit der Infiltrationsbauwerke auf über 40 Jahre verdoppelt. Die Prüfprotokolle sind Bestandteil der WHG-Eigungsnachweise.

Interdisziplinäre Projektsteuerung aus einer Hand

Statt separater Fachplaner für Hydraulik, Statik, Geotechnik und Umweltverträglichkeit koordinieren wir alle Gewerke intern. Beim Bau des Tide-Sperrwerks an der Weser führte dies zu einer Reduzierung der Schnittstellenkonflikte um 60 % und einer termingerechten Inbetriebnahme trotz dreier Hochwasserereignisse während der Bauzeit. Die Bauüberwachung erfolgt nach RABT und ZTV-W.

Ökologische Durchgängigkeit als integrierter Standard

Fischaufstiegsanlagen und Sedimentmanagement sind kein nachträglicher Zusatz, sondern fester Bestandteil der hydraulischen Bemessung. Am Elbe-Wehr wurde eine Vertical-Slot-Passage mit 5 % Dotationswasser realisiert, die vom Institut für Binnenfischerei als Referenz für die EU-WRRL-Bewertung eingestuft wurde. Die Anlage arbeitet wartungsarm und ohne Fremdenergie.

Häufige Fragen zur Wasserbauplanung

Antworten zu Genehmigungen, Technik und Betrieb von wasserbaulichen Anlagen nach WHG.

Jede wesentliche Veränderung eines Gewässers – ob Ausbau, Staustufe oder Entnahme – erfordert eine behördliche Zulassung. Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) unterscheidet zwischen Planfeststellung und gehobener Erlaubnis. Wir prüfen frühzeitig, welches Verfahren für Ihr Vorhaben greift, und begleiten die Antragstellung mit allen technischen Nachweisen.

Neben der technischen Beschreibung der Anlage sind ein hydraulischer Nachweis, ein Baugrundgutachten und eine Umweltverträglichkeitsstudie üblich. Bei Anlagen an Bundeswasserstraßen kommen zusätzlich die Anforderungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hinzu. Wir erstellen die komplette Planungsmappe inklusive Erläuterungsbericht und zeichnerischer Darstellung.

Die Verfahrensdauer hängt stark vom Umfang der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Anzahl der Stellungnahmen ab. Erfahrungsgemäß rechnen Sie mit 12 bis 24 Monaten vom Einreichen der Planunterlagen bis zum Planfeststellungsbeschluss. Wir strukturieren die Unterlagen so, dass Rückfragen der Behörden minimiert werden und das Verfahren zügig läuft.

Für hydraulische Stahlwasserbauten sind die DIN 19704 (Tragwerke) und DIN 19705 (Antriebe) maßgebend. Hinzu kommen die Eurocodes für die statische Berechnung und die WHG-Vorgaben zur Gewährleistung des ökologischen Durchgängigkeit. Wir dimensionieren die Antriebe und Dichtungen nach diesen Normen und führen die erforderlichen Nachweise für die Bauaufsicht.

Die Kosten variieren stark je nach Zustand der Betonstruktur, Art des Verschlusses (Klappe, Schütz, Segment) und Zugänglichkeit. Eine grobe Schätzung für ein mittelgroßes Wehr (Durchfluss 50 m³/s) liegt zwischen 150.000 und 400.000 Euro für die mechanische Sanierung. Wir erstellen vorab ein detailliertes Schadensbild und ein Sanierungskonzept mit belastbarer Kostenschätzung.

Nach WHG §34 müssen Neuanlagen und wesentliche Änderungen die Durchgängigkeit für Fische und Kleinlebewesen sicherstellen. Üblich sind Vertical-Slot-Pässe, Beckenpässe oder naturnahe Umgehungsgerinne. Wir berechnen die erforderlichen Abflüsse, die Beckengeometrie und die Sohlsubstrate so, dass die Anlage sowohl für starke als auch für schwache Schwimmer passierbar ist.

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